Pflegebox-Vergleich 2026: Die besten Anbieter im Test

Jeden Monat steht pflegebedürftigen Menschen in häuslicher Pflege eine kostenlose Lieferung mit Pflegehilfsmitteln im Wert von 42 Euro zu — die sogenannte Pflegebox. Doch viele Angehörige wissen nicht, dass dieser Anspruch besteht, oder fühlen sich von der Auswahl der Anbieter überfordert.

Wir haben die bekanntesten Pflegebox-Anbieter 2026 verglichen. In diesem Ratgeber erfahren Sie, welche Produkte enthalten sind, welche Voraussetzungen gelten und wie Sie in wenigen Minuten Ihre kostenlose Pflegebox beantragen.

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Was ist eine Pflegebox?

Eine Pflegebox ist ein monatliches Paket mit Pflegehilfsmitteln zum Verbrauch, das direkt zu Ihnen nach Hause geliefert wird. Die rechtliche Grundlage bildet § 40 Abs. 2 SGB XI: Pflegebedürftige mit anerkanntem Pflegegrad (1 bis 5), die zu Hause gepflegt werden, haben Anspruch auf Pflegehilfsmittel im Wert von bis zu 42 Euro pro Monat.

Gut zu wissen: Die Pflegekasse übernimmt die Kosten komplett — Sie zahlen keinen Cent dazu. Der Betrag von 42 Euro pro Monat wurde während der Corona-Pandemie von 40 Euro auf 60 Euro angehoben und ist seit 2024 bei 42 Euro festgesetzt. Dieser Betrag gilt pro pflegebedürftiger Person, nicht pro Haushalt.

Pflegebox-Anbieter sind spezialisierte Versorgungsunternehmen, die den gesamten Prozess für Sie vereinfachen: Sie stellen den Antrag bei der Pflegekasse, übernehmen die monatliche Abrechnung und liefern die Produkte bequem an Ihre Haustür. Für Sie entstehen keinerlei Kosten oder bürokratischer Aufwand.

Die Pflegebox ist nicht zu verwechseln mit technischen Pflegehilfsmitteln (z. B. Pflegebett, Rollator), die separat über die Krankenkasse beantragt werden. In der Pflegebox finden Sie ausschließlich Verbrauchsprodukte, die regelmäßig nachbestellt werden müssen — Handschuhe, Desinfektionsmittel, Bettschutz und ähnliches.

Pflegebox-Anbieter im Vergleich 2026

Wir haben fünf etablierte Pflegebox-Anbieter hinsichtlich Produktauswahl, Individualisierung, Lieferung und Service verglichen. Alle Anbieter rechnen direkt mit der Pflegekasse ab — für Sie bleibt die Pflegebox kostenlos.

Anbieter Produkte Individuelle Box Besonderheit Online-Antrag
Sanubi Alle 6 Kategorien Ja, frei konfigurierbar Größte Auswahl, schneller Antrag Ja (3 Min.)
PflegeBox.de Alle 6 Kategorien Ja, frei konfigurierbar Markenprodukte, telefonische Beratung Ja
curabox Alle 6 Kategorien Ja, aus Vorschlägen Schnelle Lieferung, guter Service Ja
Box-Bote Alle 6 Kategorien Ja, frei konfigurierbar Digitaler Konfigurator, flexible Anpassung Ja
Hygiene Daheim 5 Kategorien Ja, vorkonfiguriert Einfacher Einstieg, unkompliziert Ja
Unser Tipp: Achten Sie bei der Wahl des Anbieters besonders auf die individuelle Zusammenstellung. Jede Pflegesituation ist anders — wer viel mit Inkontinenz zu tun hat, braucht mehr Bettschutzeinlagen; wer vor allem bei der Körperpflege hilft, benötigt mehr Handschuhe und Desinfektion. Ein guter Anbieter lässt Sie die Box frei zusammenstellen und jederzeit anpassen.

Worauf beim Anbietervergleich achten?

Alle Pflegebox-Anbieter liefern Produkte aus denselben sechs Kategorien (Produktgruppe 54) und rechnen direkt mit der Pflegekasse ab. Die Unterschiede liegen im Detail:

Kriterium Warum wichtig? Worauf achten
Individuelle Zusammenstellung Jede Pflegesituation braucht andere Produkte Freie Konfiguration besser als feste Boxen
Produktqualität Billige Handschuhe reißen, billige Desinfektion reizt die Haut Markenprodukte bevorzugen
Flexibilität Bedarf ändert sich im Pflegeverlauf Monatliche Anpassung ohne Aufwand
Kundenservice Bei Fragen zur Box oder zum Antrag Telefonische Erreichbarkeit, Reaktionszeit
Keine Vertragsbindung Sie sollten jederzeit wechseln können Seriöse Anbieter haben keine Mindestlaufzeit
Antragsdauer Schneller Antrag = schnellere Versorgung Online-Formular in unter 5 Minuten

Sanubi

Sanubi gehört zu den bekanntesten Pflegebox-Anbietern in Deutschland und überzeugt mit einer besonders großen Produktauswahl. Sie können Ihre Box über einen benutzerfreundlichen Online-Konfigurator komplett frei zusammenstellen — aus allen sechs Produktkategorien. Die Zusammensetzung lässt sich jederzeit per Telefon, E-Mail oder online ändern. Der Kundenservice ist telefonisch gut erreichbar und berät kompetent. Sanubi übernimmt die komplette Antragstellung bei der Pflegekasse, inklusive Folgeanträge und Verlängerungen. Die Lieferung erfolgt monatlich und zuverlässig.

Vorteile: Große Produktauswahl, freie Konfiguration, schneller Online-Antrag (ca. 3 Minuten), guter Kundenservice, Markenprodukte verfügbar.

Nachteile: Keine nennenswerten — einer der vielseitigsten Anbieter.

Zur Pflegebox von Sanubi

PflegeBox.de

PflegeBox.de ist ein etablierter Anbieter mit Fokus auf hochwertige Markenprodukte und persönliche Beratung. Die Box ist frei konfigurierbar, und die gelieferten Produkte stammen überwiegend von bekannten Markenherstellern. Besonders hervorzuheben ist die telefonische Beratung: Geschulte Mitarbeiter helfen bei der Zusammenstellung und beantworten Fragen zur Pflegesituation. Der Antragsprozess läuft reibungslos über ein Online-Formular oder telefonisch. Die Genehmigung durch die Pflegekasse erfolgt erfahrungsgemäß zügig.

Vorteile: Markenprodukte, persönliche telefonische Beratung, freie Zusammenstellung, zuverlässige Lieferung.

Nachteile: Online-Konfiguration etwas weniger intuitiv als bei einigen Mitbewerbern.

Zur PflegeBox.de

curabox

Die curabox wird vom erfahrenen Pflegeunternehmen Cura Pflegeteam angeboten und verbindet Pflegebox-Versorgung mit Pflegekompetenz. Sie können aus verschiedenen vorkonfigurierten Boxen wählen oder Ihre individuelle Zusammenstellung erstellen. Der Antragsprozess ist unkompliziert — curabox übernimmt die Abwicklung mit der Pflegekasse. Positiv: Der Anbieter hat langjährige Erfahrung in der Pflege und kennt die Bedürfnisse pflegender Angehöriger aus der Praxis. Die Lieferung erfolgt pünktlich und versandkostenfrei.

Vorteile: Pflegekompetenz im Hintergrund, vorkonfigurierte Boxen für einfachen Einstieg, schnelle Lieferung.

Nachteile: Etwas kleinere Produktauswahl als bei den größten Anbietern.

Zur curabox

Box-Bote

Box-Bote setzt auf einen modernen, digitalen Ansatz: Der Online-Konfigurator ist übersichtlich gestaltet und zeigt Ihnen bei der Zusammenstellung direkt an, wie viel vom monatlichen Budget (42 Euro) bereits verbraucht ist. Die Box lässt sich flexibel anpassen — auch kurzfristig. Box-Bote übernimmt die vollständige Antragstellung bei der Pflegekasse und informiert Sie per E-Mail über den Genehmigungsstatus. Die Produktqualität ist gut, die Lieferung zuverlässig.

Vorteile: Übersichtlicher Online-Konfigurator mit Budget-Anzeige, flexible monatliche Anpassung, transparenter Antragsstatus.

Nachteile: Telefonischer Kundenservice weniger ausgebaut als bei einigen Mitbewerbern.

Zur Pflegebox von Box-Bote

Hygiene Daheim

Hygiene Daheim bietet eine unkomplizierte Basisversorgung mit vorkonfigurierten Boxen. Der Einstieg ist besonders einfach: Sie wählen eine der vorgeschlagenen Zusammenstellungen, und der Anbieter kümmert sich um den Rest. Das ist ideal für alle, die sich nicht mit einzelnen Produktmengen beschäftigen möchten. Die enthaltenen Produkte sind von solider Qualität. Der Antragsprozess läuft online und ist in wenigen Minuten erledigt.

Vorteile: Sehr einfacher Einstieg, unkompliziert, gute Basisversorgung.

Nachteile: Weniger Individualisierungsmöglichkeiten, kleinere Produktauswahl.

Zu Hygiene Daheim

Hinweis: Alle genannten Anbieter rechnen direkt mit der Pflegekasse ab. Für Sie als Versicherter entstehen keine Kosten. Sie können den Anbieter jederzeit wechseln — es gibt keine Mindestvertragslaufzeit. Die Links führen zu den offiziellen Websites der jeweiligen Anbieter.

Welche Produkte enthält eine Pflegebox?

Die Pflegebox enthält sogenannte Pflegehilfsmittel zum Verbrauch — das sind Produkte, die bei der täglichen Pflege verbraucht werden und regelmäßig nachbestellt werden müssen. Im Hilfsmittelverzeichnis der Pflegekassen sind folgende Produktgruppen (Produktgruppe 54) gelistet:

1. Einmalhandschuhe

Einmalhandschuhe aus Nitril oder Latex schützen sowohl Sie als pflegenden Angehörigen als auch die pflegebedürftige Person vor Infektionen. Sie werden bei der Körperpflege, beim Windelwechsel und bei der Wundversorgung verwendet. Tipp: Achten Sie auf die richtige Größe — zu große Handschuhe beeinträchtigen das Tastgefühl.

2. Händedesinfektionsmittel

Alkoholbasierte Händedesinfektion ist in der häuslichen Pflege unverzichtbar. Vor und nach jedem Pflegekontakt sollten Sie die Hände desinfizieren. Das schützt vor der Übertragung von Keimen — besonders wichtig bei immungeschwächten Pflegebedürftigen. Pro Anwendung rechnet man mit etwa 3 ml Desinfektionsmittel.

3. Flächendesinfektionsmittel

Zur Desinfektion von Pflegeutensilien, Nachttisch, Toilettensitz und anderen Oberflächen im Pflegebereich. Regelmäßige Flächendesinfektion senkt das Infektionsrisiko erheblich. Besonders wichtig bei MRSA-Besiedlung oder anderen resistenten Keimen.

4. Bettschutzeinlagen

Saugfähige Einmal-Unterlagen schützen Matratze und Bettwäsche bei Inkontinenz, aber auch bei der Körperpflege im Bett oder bei der Wundversorgung. Erhältlich in verschiedenen Größen (40x60 cm bis 90x60 cm). Bettschutzeinlagen wiederverwendbar sind ebenfalls über die Pflegekasse erhältlich, aber nicht Bestandteil der monatlichen Pflegebox.

5. Mundschutz (Schutzmasken)

Einmal-Mundschutz schützt die pflegebedürftige Person vor Tröpfcheninfektion — zum Beispiel wenn Sie selbst erkältet sind. Auch bei der Versorgung offener Wunden ist ein Mundschutz sinnvoll, um die Keimbelastung zu minimieren.

6. Schutzschürzen (Einmal-Schürzen)

Einweg-Schürzen aus Polyethylen schützen Ihre Kleidung bei pflegerischen Tätigkeiten wie dem Waschen, dem Windelwechsel oder der Wundversorgung. Sie sind wasserabweisend und verhindern den Kontakt mit Körperflüssigkeiten.

Wichtig: Sie müssen nicht alle sechs Produktgruppen bestellen. Stellen Sie Ihre Pflegebox so zusammen, dass sie zu Ihrer individuellen Pflegesituation passt. Wer keinen Mundschutz braucht, kann stattdessen mehr Handschuhe oder Bettschutzeinlagen wählen — solange der Gesamtwert 42 Euro pro Monat nicht übersteigt.

Voraussetzungen für die kostenlose Pflegebox

Die Voraussetzungen für den Bezug einer kostenlosen Pflegebox sind klar im Sozialgesetzbuch geregelt. Es müssen drei Bedingungen gleichzeitig erfüllt sein:

1. Anerkannter Pflegegrad (1 bis 5)

Die pflegebedürftige Person muss einen anerkannten Pflegegrad haben. Dabei spielt die Höhe des Pflegegrads keine Rolle: Bereits ab Pflegegrad 1 besteht der volle Anspruch auf 42 Euro monatlich. Viele Angehörige wissen nicht, dass schon bei Pflegegrad 1 ein Anspruch besteht — das betrifft allein in Deutschland mehrere Hunderttausend Menschen, die ihren Anspruch nicht wahrnehmen.

2. Häusliche Pflege

Die Pflege muss zu Hause stattfinden — also in der eigenen Wohnung oder im Haushalt eines Angehörigen. Auch betreutes Wohnen und Wohngemeinschaften zählen in der Regel dazu. Bewohner von vollstationären Pflegeeinrichtungen (Pflegeheim) haben keinen Anspruch, da die Einrichtung die Pflegehilfsmittel stellt.

Sonderfall Tagespflege: Personen, die tagsüber eine Tagespflege besuchen und nachts zu Hause gepflegt werden, haben trotzdem Anspruch auf die Pflegebox. Entscheidend ist, dass die häusliche Pflege stattfindet — auch wenn sie nicht rund um die Uhr erfolgt.

3. Antrag bei der Pflegekasse

Es genügt ein formloser Antrag bei der zuständigen Pflegekasse. In der Praxis übernimmt der Pflegebox-Anbieter die Antragstellung für Sie: Sie füllen ein kurzes Formular aus, unterschreiben die Genehmigungserklärung, und der Anbieter reicht alles bei Ihrer Pflegekasse ein. Die Genehmigung erfolgt in der Regel innerhalb von ein bis drei Wochen.

Benötigte Unterlagen für den Antrag:

  • Name und Anschrift der pflegebedürftigen Person
  • Pflegegrad und Pflegekasse (Krankenkassenname)
  • Versichertennummer
  • Unterschrift der pflegebedürftigen Person (oder des Bevollmächtigten)

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So beantragen Sie eine Pflegebox — Schritt für Schritt

Die Beantragung einer Pflegebox dauert nur wenige Minuten. Der gesamte Prozess — von der Antragstellung bis zur ersten Lieferung — ist in vier einfache Schritte unterteilt:

Schritt 1: Anspruch prüfen

Stellen Sie sicher, dass die drei Voraussetzungen erfüllt sind: ein anerkannter Pflegegrad (1 bis 5), häusliche Pflege und die Bereitschaft, einen formlosen Antrag zu stellen. Wenn Sie unsicher sind, ob ein Pflegegrad vorliegt oder beantragt werden kann, wenden Sie sich an Ihre Krankenkasse oder nutzen Sie unseren Pflegehilfsmittel-Check.

Schritt 2: Anbieter auswählen und Box zusammenstellen

Wählen Sie einen Pflegebox-Anbieter aus unserem Vergleich oben. Auf der Website des Anbieters können Sie Ihre gewünschte Box-Zusammenstellung auswählen oder individuell konfigurieren. Überlegen Sie, welche Produkte Sie im Pflegealltag am häufigsten benötigen. Im Zweifel können Sie die Zusammenstellung später jederzeit ändern.

Schritt 3: Online-Antrag ausfüllen

Füllen Sie das Online-Formular des Anbieters aus. Sie benötigen dafür die Versichertendaten der pflegebedürftigen Person (Name, Adresse, Pflegekasse, Versichertennummer, Pflegegrad) und eine Unterschrift. Bei den meisten Anbietern können Sie das Formular digital unterschreiben. Der Anbieter übermittelt den Antrag an Ihre Pflegekasse und kümmert sich um die Genehmigung.

Tipp: Halten Sie Ihre Versichertenkarte bereit — dort finden Sie alle benötigten Daten. Der Online-Antrag dauert in der Regel nicht länger als 5 Minuten.

Schritt 4: Pflegebox erhalten und nutzen

Nach der Genehmigung durch die Pflegekasse (meist 1-3 Wochen) erhalten Sie Ihre erste Pflegebox per Post. Ab dann wird die Box monatlich automatisch geliefert. Sie müssen nichts weiter tun. Wenn sich Ihr Bedarf ändert, können Sie die Zusammenstellung telefonisch oder online beim Anbieter anpassen — ohne erneuten Antrag bei der Pflegekasse.

Rückwirkende Beantragung: Ein häufiger Irrtum: Sie können Pflegehilfsmittel nicht rückwirkend beantragen. Der Anspruch gilt ab dem Monat der Antragstellung. Deshalb lohnt es sich, den Antrag so früh wie möglich zu stellen — am besten sofort nach Erteilung des Pflegegrads.

Häufige Fragen zur Pflegebox

Was kostet eine Pflegebox?

Eine Pflegebox ist für Sie komplett kostenlos. Die Pflegekasse übernimmt die Kosten bis zu 42 Euro pro Monat gemäß § 40 SGB XI. Sie müssen keine Zuzahlung leisten und tragen auch keine Versandkosten. Der Anbieter rechnet direkt mit Ihrer Pflegekasse ab. Voraussetzung ist ein anerkannter Pflegegrad (1-5) und häusliche Pflege.

Kann man den Pflegebox-Anbieter wechseln?

Ja, Sie können den Anbieter jederzeit wechseln. Es gibt keine Mindestvertragslaufzeit und keine Kündigungsfrist. Kündigen Sie einfach beim bisherigen Anbieter (formlos per E-Mail oder Telefon) und stellen Sie beim neuen Anbieter einen Antrag. Der neue Anbieter übernimmt in der Regel alle Formalitäten gegenüber der Pflegekasse. Achten Sie darauf, den Wechsel so zu planen, dass keine Doppelbelieferung im gleichen Monat stattfindet.

Braucht man ein Rezept für eine Pflegebox?

Nein, für Pflegehilfsmittel zum Verbrauch brauchen Sie kein ärztliches Rezept. Anders als bei technischen Hilfsmitteln (z. B. Rollator, Pflegebett) werden Verbrauchshilfsmittel direkt über die Pflegekasse beantragt. Ein formloser Antrag oder das Online-Formular des Anbieters genügt. Die Genehmigung erfolgt durch die Pflegekasse — nicht durch den Arzt.

Was tun, wenn die Pflegebox abgelehnt wird?

Wenn Ihr Antrag auf Pflegehilfsmittel abgelehnt wird, haben Sie das Recht, innerhalb eines Monats schriftlich Widerspruch einzulegen. Häufige Ablehnungsgründe sind: fehlende Unterlagen, kein anerkannter Pflegegrad oder die Angabe einer stationären Pflegeeinrichtung als Wohnadresse. Prüfen Sie den Ablehnungsbescheid genau und reichen Sie fehlende Unterlagen nach. Bei Bedarf unterstützen Pflegeberatungsstellen, Sozialverbände (VdK, SoVD) oder die Verbraucherzentrale beim Widerspruch — oft kostenlos.

Gibt es eine Pflegebox für Pflegegrad 1?

Ja, bereits ab Pflegegrad 1 haben Sie den vollen Anspruch auf Pflegehilfsmittel zum Verbrauch im Wert von 42 Euro pro Monat. Viele Betroffene und Angehörige wissen das nicht — und verschenken damit bares Geld. Der Anspruch ist gesetzlich verankert und gilt für alle Pflegegrade gleichermaßen: Pflegegrad 1, 2, 3, 4 und 5. Die Produktauswahl und der Betrag sind identisch.

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Coryn Högberg, ICW-Wundexpertin
Medizinisch geprüfter Inhalt

Dieser Vergleich basiert auf einer unabhängigen Recherche der Pflegebox-Anbieter in Deutschland. Wir bewerten Anbieter nach Produktauswahl, Individualisierung, Lieferqualität und Kundenservice. Alle Angaben zu gesetzlichen Ansprüchen beziehen sich auf § 40 SGB XI in der aktuell geltenden Fassung. Quellen: Sozialgesetzbuch XI (§ 40 Abs. 2), GKV-Hilfsmittelverzeichnis (Produktgruppe 54), Bundesministerium für Gesundheit. Stand: März 2026. Mehr zur Autorin

Medizinischer Hinweis: Die Informationen auf dieser Seite ersetzen keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Alle Inhalte dienen ausschließlich der allgemeinen Information. Bei gesundheitlichen Beschwerden wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt. Bei Notfällen rufen Sie den Notruf (112) an.